Werftgelände der Schiffswerft Bolle um 1910
Seit 1861 · 6. Generation

Ein Unternehmen
mit Tradition

„Gott mit uns seit 1861

So steht es in Stein geschlagen an unserem Kontor. Diese Worte begleiten die Schiffswerft Bolle durch sechs Generationen — über jeden Wandel der Zeit hinweg.

Das Werftgelände der Schiffswerft Bolle um 1910 Das Werftgelände heute: Luftaufnahme der Hallen am Pareyer Verbindungskanal
Ein Ort, zwei Jahrhunderte

Derselbe Kanal. Dieselbe Familie.

Das Werftgelände der Schiffswerft Bolle um 1910
Das Werftgelände um 1910
Das Werftgelände heute: Luftaufnahme der Hallen am Pareyer Verbindungskanal
Dasselbe Gelände heute — derselbe Kanal, dieselbe Familie
Die Chronik

Von 1861 bis heute

Schiffswerft Gebr. Bolle
1861

Die Gründung

Die Werft wird am Pareyer Verbindungskanal bei Derben gegründet — damals unter dem Namen „Schiffswerft Gebrüder Bolle“.

Die Lage

Günstig am Wasser

Schiffe konnten über den Elbe-Havel-Kanal aus Richtung Berlin sowie über die Elbe anreisen. Die Pareyer Schleuse schützte die Werft zugleich vor den Wasserstandsschwankungen der nahen Elbe.

Programm

Stets gemischt

Neubau, Reparatur und Umbau zugleich: Überwiegend entstanden Motorgüterschiffe — aber auch Schiffe für den Fischfang im Schwarzen Meer liefen vom Stapel.

Belegschaft der Werft um 1900
1972

Im VEB

Bis 1972 blieb die Werft im Privatbesitz der Familie Bolle — dann wurde sie von der DDR zwangsenteignet und in einen Volkseigenen Betrieb (VEB) überführt.

1990

Reprivatisierung & Innovation

Mit dem Ende der DDR kehrt die Werft 1990 in Familienbesitz zurück. Umstrukturierung und Modernisierung knüpfen an die Tradition an — seither liefen 258 Neubauten vom Stapel.

Heute

Sechste Generation

Geführt von Dipl.-Wirtsch.-Ing. Mario Bolle, baut die Werft heute in zwei überdachten Schiffbauhallen mit Krananlagen — Stahlbau komplett unter Dach bis zur fertigen Konservierung, dazu eine eigene Halle für Aluminium- und Edelstahlbau. Konstruiert wird am 3D-CAD, und 2019 gab es für die MS Schwielowsee den Innovationspreis Binnenschifffahrt. So entstehen heute Schiffe mit Hybrid- und Elektroantrieb.

Das Neubaubuch

Buch geführt — Nummer für Nummer.

Seit der Reprivatisierung 1990 bekommt jeder Neubau seine Bau-Nummer: Name, Auftraggeber, Maße, Ablieferung. 258 Neubauten stehen darin — eine ununterbrochene Linie bis heute.

  • Nr. 140Belvedere2006
  • Nr. 205Grand Bohemia2018
  • Nr. 209MS Schwielowsee2019
  • Nr. 239J. Hobrecht2022
  • Nr. 243Anna Carolina2023
Jeder Strich ein Schiff — zur ganzen Übersicht
Aus dem Archiv

Bilder einer langen Geschichte

Werftgelände um 1910
Werftgelände um 1910
Belegschaft der Werft um 1900
Belegschaft der Werft um 1900
Schiffswerft Gebr. Bolle
Schiffswerft Gebr. Bolle
Schleuse Parey
Schleuse Parey
Schiffsneubau
Schiffsneubau
Mitarbeiter der Schiffswerft Bolle
Mitarbeiter der Schiffswerft Bolle
In der Werkhalle
In der Werkhalle
Werftarbeiter in der Pause
Werftarbeiter in der Pause
Gut zu wissen

Häufige Fragen zur Historie

Seit wann gibt es die Schiffswerft Bolle?

Die Werft wurde 1861 am Pareyer Verbindungskanal bei Derben gegründet — damals unter dem Namen „Schiffswerft Gebrüder Bolle“. Heute wird sie in sechster Generation von Dipl.-Wirtsch.-Ing. Mario Bolle geführt.

Was geschah mit der Werft zu DDR-Zeiten?

Bis 1972 blieb die Werft im Privatbesitz der Familie Bolle. Dann wurde sie von der DDR zwangsenteignet und in einen Volkseigenen Betrieb (VEB) überführt — 1990, mit dem Ende der DDR, kehrte sie in Familienbesitz zurück.

Wie viele Schiffe hat die Schiffswerft Bolle gebaut?

Seit der Reprivatisierung 1990 liefen 258 Neubauten vom Stapel — vom Fahrgastschiff über Arbeits- und Behördenschiffe bis zu Schuten und Prahmen. Eine Auswahl zeigt die Referenzübersicht.

Warum liegt die Werft in Derben?

Der Standort am Pareyer Verbindungskanal ist über den Elbe-Havel-Kanal aus Richtung Berlin und über die Elbe erreichbar. Die Pareyer Schleuse schützt die Werft zugleich vor den Wasserstandsschwankungen der Elbe.

Wofür wurde die Schiffswerft Bolle ausgezeichnet?

Für die MS Schwielowsee, eines der ersten Hybrid-Fahrgastschiffe Deutschlands, erhielt die Werft 2019 den Innovationspreis Binnenschifffahrt. Hybrid- und Elektroantriebe gehören seither fest zum Bauprogramm.

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